Sondertilgungsrechner
Zahlen Sie monatlich etwas mehr oder heute eine Sondertilgung und sehen Sie, um wie viele Monate sich die Laufzeit verkürzt und wie viel Zinsen Sie sparen.
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Eingaben
Der aktuell noch offene Darlehensbetrag.
Der nominale Jahreszinssatz des Darlehens.
Wie viele Jahre nach ursprünglichem Plan noch offen sind.
Betrag, den Sie zusätzlich zur regulären Rate jeden Monat zahlen. 0 zeigt den Ausgangsfall.
Einmalbetrag, der sofort auf die Restschuld angerechnet wird. Bei 0 belassen, wenn Sie nur monatlich mehr zahlen.
Ergebnis
- Gesparte Zinsen
- 75.615,84€
- Verkürzte Laufzeit
- 91Monate
- Neue Laufzeit bis zur Tilgung
- 269Monate
- Ursprüngliche Laufzeit
- 360Monate
- Reguläre Monatsrate
- 1.419,47€
- Ihre neue Monatsrate
- 1.619,47€
- Gesamtzinsen ohne Zusatzzahlungen
- 261.010,10€
- Gesamtzinsen mit Zusatzzahlungen
- 185.394,26€
- Gesamtbetrag ohne Zusatzzahlungen
- 511.010,10€
- Gesamtbetrag mit Zusatzzahlungen
- 435.394,26€
- Angerechnete Sondertilgung
- 0,00€
1.419,47 + 200,00 /mo, lump 0,00 → 269 of 360 months, interest 261.010,10 → 185.394,26
Aufstellung nach Jahren
Jährlich zusammengefasst. Durch Rundung können die Zeilen leicht von den Gesamtwerten oben abweichen.
| Jahr | Restschuld ohne Zusatzzahlung (€) | Restschuld mit Zusatzzahlung (€) | Bisher gesparte Zinsen (€) |
|---|---|---|---|
| 1 | 246.632 | 244.171 | 61 |
| 2 | 243.075 | 238.013 | 262 |
| 3 | 239.316 | 231.508 | 609 |
| 4 | 235.346 | 224.635 | 1.111 |
| 5 | 231.152 | 217.375 | 1.776 |
| 6 | 226.721 | 209.706 | 2.615 |
| 7 | 222.040 | 201.604 | 3.636 |
| 8 | 217.095 | 193.045 | 4.850 |
| 9 | 211.871 | 184.003 | 6.268 |
| 10 | 206.352 | 174.451 | 7.902 |
So wird gerechnet
FormelDie reguläre Rate bleibt M = P × r / (1 − (1 + r)⁻ⁿ). Monatlich fallen Zinsen auf die Restschuld an; alles darüber hinaus – einschließlich Ihrer Zusatzzahlung – tilgt. Das Darlehen endet im ersten Monat, in dem Restschuld plus Monatszins von der Zahlung gedeckt sind.
Sondertilgungen wirken deshalb so stark, weil sie an einer anderen Stelle landen als die reguläre Rate. Die reguläre Rate teilt sich in Zins und Tilgung auf, und in den ersten Jahren ist der Zinsanteil der größere. Eine Zusatzzahlung ist anders: Jeder Euro davon geht vollständig in die Tilgung und beseitigt dauerhaft sämtliche Zinsen, die auf diesen Betrag über die restliche Laufzeit noch angefallen wären. Deshalb kann ein überschaubarer Zusatzbetrag Jahre von einer langen Laufzeit abschneiden, ohne dass sich am Zinssatz etwas ändert.
Dieselbe Logik erklärt, warum der Zeitpunkt so wichtig ist. Eine Sondertilgung im ersten Jahr erspart Zinsen für die gesamte Restlaufzeit; derselbe Betrag im letzten Jahr erspart fast nichts mehr. Dieser Rechner rechnet eine Sondertilgung deshalb sofort an – ein Feld für den Zeitpunkt wäre überflüssig, weil die Antwort immer "so früh wie möglich" lautet. Wer schwankt zwischen "sparen und später mehr auf einmal tilgen" und "ab sofort kleinere Beträge", fährt in aller Regel mit den kleineren Beträgen ab sofort besser.
Die Grafik zeigt beide Restschuldverläufe gleichzeitig: was Sie nach dem ursprünglichen Plan noch schulden würden und was mit Ihren Zusatzzahlungen. Der Abstand zwischen den Kurven ist die vorzeitig getilgte Schuld, und er wächst mit der Zeit, weil jede Zusatzzahlung auch die Zinsen aller folgenden Monate senkt. Die senkrechte Linie markiert den Monat, in dem das Darlehen tatsächlich endet. Die Tabelle liefert dieselbe Information als exakte Jahreswerte, einschließlich der bis zum jeweiligen Jahresende gesparten Zinsen.
Ein Punkt überrascht viele: Zusatzzahlungen senken normalerweise nicht die monatliche Rate. Bei einem Annuitätendarlehen ist die Rate für die Laufzeit festgelegt, Sondertilgungen verkürzen deshalb die Laufzeit statt die Rate. Wer stattdessen eine niedrigere Rate möchte, muss mit der Bank über eine Anpassung des Tilgungssatzes oder eine Neuberechnung sprechen – das hält das Enddatum, verschafft aber monatlich Luft. Beides sind gegensätzliche Entscheidungen mit gegensätzlichem Nutzen; dieser Rechner bildet die Verkürzung ab.
Prüfen Sie vor einer größeren Sondertilgung Ihren Vertrag. § 502 BGB regelt die Vorfälligkeitsentschädigung: Der Darlehensgeber kann bei vorzeitiger Rückzahlung eine angemessene Entschädigung für den unmittelbar damit zusammenhängenden Schaden verlangen, wenn zum Zeitpunkt der Rückzahlung ein gebundener Sollzinssatz geschuldet wird. Für Allgemein-Verbraucherdarlehen sieht die Vorschrift ausdrückliche Obergrenzen vor, und der Anspruch ist in bestimmten Fällen ausgeschlossen – etwa wenn die Vertragsangaben zur Laufzeit, zum Kündigungsrecht oder zur Berechnung der Entschädigung unzureichend sind. Für Immobiliar-Verbraucherdarlehen gelten eigene Regeln, und viele Verträge räumen ohnehin ein jährliches Sondertilgungsrecht in bestimmter Höhe ohne Entschädigung ein. Lesen Sie den genauen Wortlaut Ihres Vertrags und die Norm im Original nach.
Sondertilgung ist nicht automatisch die beste Verwendung freien Geldes. Die "Rendite" einer Tilgung entspricht exakt dem Sollzinssatz – garantiert und ohne Risiko. Gegen ein teures Darlehen ist das ein klarer Gewinn, gegen ein sehr günstiges eine echte Abwägung. Drei Dinge kommen in der Regel zuerst: eine Rücklage für Unvorhergesehenes, teurere Schulden wie Dispo- oder Ratenkredite, und geförderte oder vom Arbeitgeber bezuschusste Altersvorsorge, deren Zuschuss kein Kreditzins erreicht. Erst danach ist der Vergleich zwischen Sollzins und erwarteter Anlagerendite die richtige Frage.
Dieser Rechner unterstellt einen festen Sollzinssatz, ein klassisches Annuitätendarlehen und dass die monatliche Zusatzzahlung ab dem ersten Monat durchgehend geleistet wird. Nicht enthalten sind Vorfälligkeitsentschädigung, Bearbeitungsgebühren, in die Rate eingerechnete Nebenkosten und steuerliche Effekte, da diese von Bank und Land abhängen. Die Ergebnisse dienen der Orientierung; lassen Sie sich die genaue Ablösesumme von Ihrer Bank bestätigen und achten Sie darauf, dass zusätzliche Beträge tatsächlich als Tilgung verbucht und nicht als vorausgezahlte Rate geführt werden.
Ein Beispiel zeigt die Größenordnung: Bei einem Darlehen über 250.000 Euro, 3,5 % Sollzins und 25 Jahren Restlaufzeit läge die reguläre Monatsrate bei rund 1.252 Euro. Zahlt man zusätzlich 150 Euro im Monat, verkürzt sich die Laufzeit um 47 Monate – knapp 4 Jahre – und die Gesamtzinsen sinken um etwa 22.000 Euro. Das gesetzliche Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB kommt unabhängig davon zum Tragen: Bei einer Zinsbindung von mehr als 10 Jahren dürfen Sie ab dem zehnten Jahr mit sechs Monaten Frist kündigen, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.
| Situation | Wirkung der Zusatzzahlung |
|---|---|
| Früh in der Laufzeit | Am stärksten – die Restschuld ist am höchsten, jeder Euro erspart die meisten künftigen Zinsen |
| Spät in der Laufzeit | Am schwächsten – es sind kaum noch Zinsen übrig |
| Hoher Sollzinssatz | Stärker – die garantierte Rendite entspricht dem Zinssatz |
| Sehr niedriger Sollzinssatz | Schwächer – andere Verwendungen können mehr bringen |
| Lange Restlaufzeit | Stärker – mehr künftige Zinsen lassen sich streichen |
| Vertrag mit Vorfälligkeitsentschädigung | Zuerst prüfen – eine große Ablösung kann eine Entschädigung auslösen |
Häufige Fragen
- Wie viel spart eine kleine monatliche Zusatzzahlung wirklich?
- Mehr als die meisten erwarten, denn der Zusatzbetrag geht vollständig in die Tilgung und streicht alle künftigen Zinsen auf diesen Betrag. Die genauen Zahlen hängen von Restschuld, Zinssatz und Restlaufzeit ab – tragen Sie sie oben ein und vergleichen Sie die beiden Gesamtsummen im Ergebnis. Der Effekt wächst mit dem Zinssatz und mit der verbleibenden Laufzeit.
- Monatlich mehr zahlen oder für eine große Sondertilgung sparen?
- Meist sind kleinere Beträge ab sofort besser. Eine Zusatzzahlung erspart die Zinsen für jeden Monat, der nach ihr noch kommt – ein heute gezahlter Betrag wirkt also stärker als derselbe Betrag in zwei Jahren. Sparen lohnt nur, wenn das Geld in der Zwischenzeit mehr bringt als das Darlehen kostet oder wenn Ihr Vertrag Teilzahlungen einschränkt.
- Sinkt meine Monatsrate, wenn ich mehr zahle?
- Normalerweise nicht. Bei einem Annuitätendarlehen ist die Rate festgeschrieben, Zusatzzahlungen verkürzen deshalb die Laufzeit statt die Rate. Wer eine niedrigere Rate möchte, muss mit der Bank eine Anpassung vereinbaren – das ist die entgegengesetzte Abwägung und passiert nicht von selbst.
- Ist die Vorfälligkeitsentschädigung eingerechnet?
- Nein. Sie hängt von Bank, Produkt und Land ab, und in manchen Rechtsordnungen ist sie begrenzt oder ausgeschlossen; ein fest eingebauter Wert wäre für die meisten Nutzer falsch. § 502 BGB regelt Voraussetzungen, Obergrenzen und Ausschlussgründe. Prüfen Sie vor einer großen Ablösung Ihren Vertrag und die Norm im Original.
- Tilgen oder lieber anlegen?
- Tilgung bringt eine garantierte Rendite in Höhe des Sollzinssatzes, ohne Risiko. Eine Anlage kann mehr bringen, garantiert es aber nicht. Gegen einen hohen Zinssatz gewinnt die Tilgung meist, gegen einen sehr niedrigen ist es eine echte Abwägung. Rücklage, teurere Schulden und geförderte Altersvorsorge sollten in der Regel vorgehen.
- Was passiert, wenn ich bei beiden Zusatzbeträgen null eintrage?
- Dann sehen Sie den Ausgangsfall: den ursprünglichen Tilgungsplan ohne Ersparnis und ohne Verkürzung. Die Grafik zeigt dann nur eine Restschuldkurve statt zwei deckungsgleicher Linien – der Vergleich erscheint erst, wenn es tatsächlich etwas zu vergleichen gibt.
- Kann ich Sondertilgung und monatliche Zusatzzahlung kombinieren?
- Ja. Die Sondertilgung wird sofort auf die Restschuld angerechnet, die monatliche Zusatzzahlung kommt danach zu jeder Rate hinzu. Beides fließt in denselben Tilgungsplan ein, sodass Sie Kombinationen durchspielen können – etwa eine kleinere Sondertilgung jetzt plus einen festen Monatsbetrag gegenüber einer einzigen großen Zahlung.
Quellen
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Zuletzt aktualisiert: 2026-08-22